AZN-Naturerlebnishaus Heideberg 

Schuljahr der Nachhaltigkeit

Die Module

Modul Klimawandel

Das vierstündige Klima-Modul bildet den für alle Klassen verbindlichen Einstieg in das Schuljahr der Nachhaltigkeit. Mit Blick auf den Klimawandel wird hier der Grundstein für alle weiteren Module gelegt, in deren Zentrum Beiträge für eine „nachhaltige Entwicklung“ stehen.

Ein Großteil der Kinder in Deutschland wird heutzutage immer wieder mit Begriffen wie „Treibhauseffekt“, „Klimawandel“ und „Erderwärmung“ konfrontiert. Wirklich vorstellen kön­nen sich jedoch nur die wenigsten etwas darunter, sind Klima und Klimawandel doch sehr abstrakte Phänomene, die sich – anders als Wetter – nicht direkt erfahren lassen. 

In dem Modul werden zunächst interaktiv (anhand eines „Legebildes“) die Grundzüge des natürlichen Treibhauseffekts sowie des menschgemachten Zusatztreibhauseffekts erarbeitet, wobei u.a. folgenden Fragen nachgegangen wird: Was ist die Atmosphäre? Wie kommen Sauerstoff und Kohlendioxid in die Atmosphäre? Was macht das CO2 mit der Sonnen- bzw. Wärmestrahlung? Was benötigen wir, um Autos, Elektrogeräte, Heizungen u.ä. zu betrei­ben? Was passiert, wenn wir Menschen (immer mehr) fossile Brennstoffe verbrennen?

Anschließend werden Erscheinungsformen und Folgen des Klimawandels besprochen und mit Hilfe von Experimenten zur Eisschmelze und zur Temperatur-Erhöhung durch CO2 veranschaulicht. Die Ergebnisse der Experimente werden schließlich an die Inhalte des Legebildes zum Treibhauseffekt zurückgebunden.

Erfahrungsgemäß sind die Vorstellungen der Kinder zum Klimawandel häufig mit großen Ängsten verbunden, etwa dahingehend, dass Deutschland bald komplett unter Wasser stehe, sich die Temperatur auf der Erde auf 70°C erhöhen könne oder die Erde in ein paar Jahren gar im- oder explodieren könne. Derartige Ängste werden aufgegriffen und in ein realistisches Bild gerückt.

Den Abschluss des Moduls bildet ein kurzer Ausblick auf das Schuljahr der Nachhaltigkeit bzw. die weiteren Module gemeinsam mit dem Hinweis, dass es viele Dinge gibt, die wir alle im Alltag tun können, um etwas gegen den Klimawandel zu tun – Dinge, die oft ganz einfach sind und sogar Spaß machen.

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Modul Windenergie

Das Modul „Windenergie“ knüpft direkt an das Eingangsmodul „Klimawandel“ an. Die Stromerzeugung durch fossile Brennstoffe wird wieder aufgegriffen, ebenso wie die Alternative Erneuerbare Energien. Der Schwerpunkt liegt im folgenden Verlauf auf der Windenergie.

Die Kinder lernen, wie Wind entsteht und wie wir uns die Kraft des Windes zunutze machen können. Dazu führen sie ein Experiment durch, in dem sie selbst Wind erzeugen müssen und erfahren, dass bei der Energietransformation auch immer etwas verloren geht.

Anhand eines großen Windradmodells lernen sie die Funktionsweise eines Windrads kennen und erfahren beim Ausprobieren, dass eine Menge Wind erforderlich ist, um ein Windrad überhaupt betreiben zu können. Sie erkennen, dass Windräder nicht überall stehen können, sondern an bestimmte Standorte gebunden sind. In Kleingruppen erarbeiten sie sich selbständig Vor- und Nachteile von Windkraftanlagen und wenden anschließend ihr Wissen in einem Rollenspiel an.

Zum Abschluss des Moduls wird den Kindern vermittelt, dass Strom sparen eine wichtige Handlungsoption für sie ist, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Außerdem sollen sie ermutigt werden, ihr erworbenes Wissen in die Familien zu tragen und im besten Fall ein nachhaltiges Umdenken zu initiieren.

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Modul Wärme

Was tut ihr, wenn euch kalt ist? – Diese Frage bildet den Einstieg ins das Wärme-Modul, und schnell zeigt sich, dass die Schüler/innen über ein vielfältiges erfahrungsbedingtes Wissen um Wärme, Wärmeempfinden und Wärmedämmung verfügen.

Durch ein Experiment zu Dämm-Materialien und Arbeiten an Stationen wird dieses Wissen vertieft und mit dem Thema „Energiesparen“ verknüpft. Dabei wird u.a. folgenden Fragen nachgegangen:

  • Welche Materialien eignen sich am besten, um Wärme zu speichern?
  • Wie schützen sich Pflanzen und Tiere vor extremer Hitze und Kälte?
  • Warum wird uns im Sommer heiß, wenn wir dunkle Kleidung tragen?
  • Was sind Wärmeleiter?
  • Warum werden Heizungen in Bodennähe oder im Fußboden angebracht?
  • Warum fühlen sich Materialien wie Holz, Metall, Plastik oder Kork unterschiedlich warm an, auch wenn sie die gleiche Temperatur haben?

Die Experimente, Versuche und praktischen Aufgaben, die in Kleingruppen durchgeführt werden und einige Überraschungen bereithalten, werden abschließend im Klassenverband exemplarisch besprochen und an die Lebenswelt der Schüler/innen zurückgebunden. In diesem Rahmen wird auch erörtert, wie der Einsatz von (v.a. fossilen) Energiequellen reduziert werden kann und warum dies sinnvoll ist.

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Modul Faires Frühstück

Schokolade wie auch andere Lebensmittel aus den Ländern des Südens wandern als Pausenverpflegung regelmäßig in die Schultaschen. Doch nur wenige Kinder wissen, dass die Erzeuger mit dem Anbau und Verkauf der beliebten Produkte ihren Lebensunterhalt kaum bestreiten können.

International anerkannte Arbeits- und Menschenrechte werden oft missachtet. Kinder müssen häufig mitarbeiten, um die Familienexistenz zu sichern. Ein geregelter Schulbesuch ist so nicht möglich.

Der Faire Handel arbeitet dagegen seit 30 Jahren mit einem sozial, wirtschaftlich und ökologisch verträglichen Produktions- und Vertriebskonzept und zahlt Produzenten in den Ländern des Südens existenzsichernde Löhne für ihre Arbeit.
Fair erzeugte und gehandelte Produkte erreichen in Deutschland jedoch nur einen jährlichen Marktanteil von einem Prozent.

Erfahren Kinder frühzeitig die Zusammenhänge zwischen Produktionsbedingungen, Ernährungsphysiologie sowie umwelt- und sozialverträglichem Handeln, so bestehen gute Chancen, sie langfristig an einen verantwortungsbewussten und nachhaltigen Konsum heranzuführen.

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(Aus wikipedia)

Modul Wasser

Wann nutzen wir Wasser? Wie viel Wasser verbrauchen wir täglich? Und wie viel Wasser steht eigentlich Menschen in anderen Ländern zur Verfügung?

Diese und weitere Fragen werden gemeinsam mit den Kindern spielerisch beantwortet, wobei sie auch schon mal nass werden können.

Ein wesentlicher Schwerpunkt dieses Moduls ist das „virtuelle Wasser“, das in den Produkten des täglichen Lebens steckt. 2400 Liter Wasser verbergen sich in einem Hamburger? 144 Liter Wasser sind nötig, um eine einzige Tasse Kaffee zu kochen?

Viele haben noch nie davon gehört. Umso wichtiger ist es, den Kindern diesen versteckten Wasserverbrauch bewusst zu machen und ihnen gleichzeitig aufzuzeigen, mit welchen einfachen Kaufentscheidungen sie selber diesen Verbrauch reduzieren können.

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Modul Kleidung

Jeden Tag gehen wir mit unserer Kleidung auf Tuchfühlung. Aber woher kommt eigentlich ein Großteil unserer Klamotten? Wer stellt sie her? Welche Arbeitsschritte sind nötig? Woraus bestehen sie?

Wir machen uns zunächst mit den Kindern auf eine Weltreise, indem wir uns an die Fersen einer Jeans heften. Bei der folgenden Stationsarbeit kommen unterschiedlichste Aspekte zum Tragen. So lernen die Schüler beispielsweise, einen Knopf anzunähen, sie erfahren, wie viel Kleidung ein Deutscher im Vergleich zu einem Inder jährlich verbraucht und wenn sie über den Alltag einer 14jährigen Näherin lesen, finden sie einiges zu Thema Kinderrechte heraus.

Zum Abschluss des Moduls dürfen die Schüler Kleidung aus dem eigenen Schrank mit verschiedensten Materialien aufpeppen und lernen so gleich ganz praktisch, was man mit „alten Klamotten“ machen kann, um sie noch ein bisschen länger zu nutzen.

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Modul Papier

Das Thema „Papier“ begleitet Kinder von den ersten Lebenstagen an: Von den Hygienepapieren im Babyalter, den Mal- und Bastelpapieren im Kleinkindalter, den ersten Schreib- und Rechenheften, schließlich Comics und Bücher. Allerdings ist unser ständig steigender Papierverbrauch nicht unproblematisch.
Für die Zellstoffherstellung (Grundstoff zur Papierherstellung) werden große Mengen Holz benötigt. Dieses stammt zum größten Teil aus großflächigen Kahlschlägen und der Umwandlung von fruchtbarem Land in Holzplantagen. Damit verbunden sind Naturzerstörung und Verlust der Lebensgrundlage von zahllosen Familien in der dritten Welt.
Im Gegensatz dazu ist Recyclingpapier wesentlich umweltfreundlicher. Durch die Verwendung von Recycling-Papier werden die Wälder geschont, Wasser, Energie und Chemikalien gespart sowie das Müllaufkommen reduziert. Eine nachhaltige Nutzung von Papier trägt zu einer gerechteren Verteilung der natürlichen Lebensgrundlagen für heutige und zukünftige Generationen bei.

Beim Thema Papier kann auf der einen Seite handlungsorientiert und auch kreativ ein umweltrelevantes Feld vermittelt werden, auf der anderen Seite lassen sich Handlungsalternativen in Schule und Alltag aufzeigen. Über die Einbeziehung der globalen Perspektive und der ökonomischen Bedeutung des Themas „Papier“ kann es gleichzeitig Beitrag zu einer Bildung für nachhaltige Entwicklung sein. In der Lernwerkstatt „Vom Holz zum Papier“ können die Schülerinnen und Schüler neue Seiten des Papiers entdecken. Sie sind eingeladen, sich an fünf Stationen intensiv mit „Papier“ zu befassen. Es wird experimentiert, recherchiert und gerechnet. Zum Abschluss schöpft jedes Kind ein eigenes Blatt Papier. Das erworbene Wissen und die gemachten Erfahrungen können in der Schule unmittelbar einer Anwendung zugeführt werden.

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